Glauben Sie an Zufälle? Und was wissen Sie generell von Dingen, an die man glauben muss?

Der Weihnachtsmann, der Osterhase, Einhörner oder das Geschehen von Wundern – gemäß derzeitiger wissenschaftlicher Sichtweise gibt es all dieses nicht – und Gleiches gilt für Zufälle! Oft geschehen Dinge im Alltag, die rein zufällig scheinen, aber in einer Häufung auftreten, die uns manchesmal verwundert. Wenn z.B. mittags der Geschirrspüler streikt (und warum gehen die Dinger immer knapp nach Ablauf der Garantie kaputt?) und am selben Tag ein Brief vom Finanzamt oder eine hohe Rechnung oder ein Knöllchen kommt und am Nachmittag des gleichen Tages das Kind vom Pferd, oder der große Karton vom Schrank und natürlich auf den Kopf fällt…… alles Zufall?

Der Teufel und der Haufen

Der Volksmund kennt das Sprichwort: „Der Teufel sch….. immer auf den größten Haufen!“ – genau dieser Umstand wird dort beschrieben. Natürlich treten während einer Therapie andere „Zufälle“ auf: Eine Sitzung zum Beispiel, die das Thema loslassen beinhaltet, geht zu Ende und auf dem Weg nach Hause fällt Ihnen auf, wie bunt die Blätter im Herbst im Wind durcheinanderwirbeln. Oder wir arbeiten mit einem Krafttier, z.B. einem Raben und auf dem Weg nach Hause oder am nächsten Morgen sitzt einer im Baum und „zwinkert“ Ihnen zu. Oder wir erarbeiten in der Sitzung einen wegweisenden Fortschritt und kaum wurde es erkannt, läuten irgendwo draussen die Kirchenglocken. Alles Zufälle – oder doch nicht?

Glockenläuten Veränderung verkündend!

Glockenläuten - ein Zufall?
Zufall oder göttliches Zeichen? ( c) L. Nissen

In zahlreichen Jahren und nach ungezählten Sitzungen komme ich zu dem Schluss: „Es gibt keine Zufälle!“ Ich habe recherchiert und bin bei C.G.Jung fündig geworden: Er beschreibt genau diese Phänomene und stellt das Vorhandensein von Zusammenhängen fest. Unserem wissenschaftsorientierten Geist ist es geschuldet, dass wir immer nur nach kausalen Zusammenhängen suchen (z.B. Es ist nass, weil es geregnet hat). Hierbei ist Ursache und Wirkung unmittelbar klar und umschrieben. Oben genannte Beispiele folgen nicht diesem Muster. Es gibt eben keinen Zusammenhang zwischen einer persönlichen (wenn auch wichtigen) Erkenntnis und dem Läuten der Kirchenglocken. Dieser Zusammenhang ist akausal. Läßt sich also wissenschaftlich nicht begründen bzw. nachvollziehen und erst recht nicht reproduzieren. Da akausale Zusammenhänge sich unserem Instrumentarium zur Erfahrung der Welt entziehen, verorten wir die Erklärung hierfür allenfalls in den göttlichen Bereich (oder frei nach „Das Leben des Brians“: … ein Zeichen!)

Wenn Sie schon einmal einen solchen akausalen Zufall wahrhaftig im Positiven erlebt haben, wissen Sie das einem dieses als „göttliches Gefühl“ vorkommen kann. Sowohl das „Zeichen“ als auch „das Göttliche“ folgen dabei einer starken Symbolik, deren Ursprung im Bereich des kollektiven Unbewußten zu suchen ist. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.

Eine Frage unseres Bewußtseins (-grades)

Wie verändert sich das Leben, wenn wir unser Weltbild erweitern und nichts mehr dem Zufall überlassen? Was mag geschehen, wenn wir Dinge nicht mehr mit „alles Zufall“ bequem abtun können, sondern nicht nur nach begründenden sondern auch nach unbegründeten Zusammenhängen suchen müssten?

Wir würden unser Leben bewußter Leben. Wir würden uns wieder mehr mit natürlichen Abläufen synchronisieren und spürten wohl wieder unsere Wurzeln intensiver. So fest verwurzelt, ließe sich die Welt anders wahrnehmen und wir wären nicht mehr in diesem Maße zerfahren und hin und her gerissen!

Weitergehendes Interesse?

Mehr über Synchronizität und akausale Zusammenhänge erfahren Sie in meiner eMail Reihe zur Hypnose. Tragen Sie einfach auf der Homepage Ihre eMail-Adresse in das Formular ein und erhalten Sie 12 spannende eMails zur Hypnose, ausgewählten Krankheitsbildern und beobachtbaren Phänomenen!